VirtualBox-LogoSchon seit geraumer Zeit nervt es mich gewaltig, das zum Betrieb des VmWare Server 2 unter Ubuntu nach jedem Kernelupdate diverse Sourcen gepatcht und neu übersetzt werden müssen. VmWare scheint in den letzten zwei Jahren beim VmWare Server 2 da irgendwie die Weiterentwicklung eingestellt zu haben. Im Ganzen ein Zustand, der bei nur gelegentlicher Nutzung mehr Aufwand als Nutzen erzeugt. Zeit sich nach Alternativen umzusehen.

Meine Wahl ist auf VirtualBox gefallen.

  • Es lässt sich problemlos via Software-Repository einbinden und installieren.
  • Es wird aktiv seitens Oracle weiterentwickelt.
  • Die VmWare-Images lassen sich relativ einfach weiter verwenden/migrieren.

Besonders der letzte Punkt war mir sehr wichtig, da ich meine bisherigen virtuellen Maschinen weiter nutzen möchte.

Infos zur Installation findet man hier im ubuntuusers.de-Wiki.

Eine kurze Anleitung zum Einbinden vorhandener VmWare-Images gibt es hier bei pcwelt.de. Achtung, bei Nutzung der Images in VirtualBox können diese nicht mehr in VmWare genutzt werden. Wer sich also den Rückweg offen halten will sollte nur mit Kopien der VmWare-Images arbeiten.

Einige weitere Tipps zur Einrichtung der virtuellen Maschinen in VirtualBox kann man hier nachlesen.

Beim Erststart der virtuellen Maschine wurden vom Windows-Gastsystem erst mal jede Menge neue Geräte erkannt und die zugehörigen Treiber installiert. Da VirtualBox hier offensichtlich andere Hardware als VmWare emuliert ist das nicht verwunderlich. Man sollte nicht ungeduldig werden und in Ruhe das Ende der Installationen abwarten. Erst danach ließ sich bei mir auch die Maus innerhalb der virtuellen Maschine bedienen.

Nach dem unvermeidlichen Neustart von Windows sollte man dann die VirtualBox Gast-Erweiterungen installieren.  Dabei werden für die von VirtualBox emulierte Hardware  optimierte Treiber in der virtuellen Maschine installiert.

Im Ganzen war der Umstieg eigentlich problemlos durchzuführen. Lediglich manche Netzwerktreiber in der virtuellen Maschine bei Windows-Gästen hatte sich etwas zickig, da es hier scheinbar einen Konflikt mit dem noch vorhandenen Treiber von VmWare gab, falls eine AMD PCNet-Adapter als virtuelle Netzwerkschnittstelle verwendet wird. Sowohl VmWare als auch VirtualBox setzen hier auf einen ähnlichen AMD-Chipsatz, wodurch die automatische Auswahl nicht immer funktioniert. Ein manuelles Auswählen des Treibers (alt: VMware Accelerated AMD PCNet Adapter, neu: Ethernet-Adapter der PCNET-Familie) hat das Problem gelöst.

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One thought on “Bye, bye VmWare! Willkommen VirtualBox!

  • 12. Mai 2013 um 21:02
    Permalink

    Hallo Uwe,

    die Info zu den Netzwerktreibern ist ganz hilfreich. Bei mir war es aber so, dass ich erst die alte VM in VMWare starten, und dort die VMWare Tools deinstallieren musste. Mit installierten VMWare Tools hat die VM unter VirtualBox zwar gestartet, aber keine Netzwerkkarte gefunden.

    Viele Grüße
    Heinz

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