Linux-LogoIch möchte heute mal etwas über verschiedene Betriebssysteme, deren Nutzung für Fotografen und meine Gedankengänge dazu plaudern.

Ich bin ja eigentlich eingefleischter Linux-Nutzer. Da ich beruflich als auch begrenzt privat unter Windows arbeite ist mir dieses Betriebssystem ebenfalls gut bekannt. MacOS kenne ich nur flüchtig aus eigenen Erfahrungen.

In letzter Zeit habe ich mich immer mal wieder über die Probleme beim Bearbeiten und Verwalten meiner Bilder unter Linux geärgert. Alles keine großen Sachen, aber eben viele Kleinigkeiten, die in der Summe irgendwie nur nervig sind. Einige Punkte sollen hier genannt werden:

  • Die direkte Erstellung von Monitorprofilen ist nur eingeschränkt möglich.
  • Momentan scheint es nicht möglich zu sein dem X-Server im Mehrschirmbetrieb (erweiterter Desktop) für jeden Monitor ein eigenes Profil unterzuschieben. Offensichtlich liegt dies daran das der erweiterte Desktop intern wie ein Screen behandelt wird. Einer von beiden Schirmen zeigt also immer falsche Farben.
  • Gimp kann immer noch keine 16 Bit pro Farbkanal. Brauchbare Alternativen sind unter Linux nicht in Sicht.
  • Als echte Alternative zu Adobe Lightroom existiert nur Bibble Pro für Linux. Und die Bibble-Jungs kommen mit der Version 5, die bezüglich den Bildverwaltungsfunktionen an Lightroom aufschließt, einfach nicht in die Pötte.
  • Tools, die z.Bsp. das Drucken auch größerer Bildermengen elegant erledigen, wie Canons Easy Photo Print, fehlen einfach.
  • Kaum ein Ausbelichter oder Anbieter von Fotobüchern bietet einen Client für Linux an. Webinterfaces sind da oft auch keine wirklich brauchbare Alternative.

Die Liste ließe sich durchaus noch weiter fortsetzen.

Was tun, um das alles zu ändern? Zurück zu Windows? Vista ist vorhanden, ein Wechsel also eigentlich möglich. Andererseits verspüre ich wenig Lust mich wieder mit den vielen Unzulänglichkeiten unter Windows herumzuärgern. Warten auf Windows 7 und schauen ob da manches besser wird? Oder doch mal MacOS testen?

Man liest viel Positives über die Macs. Deren Userinterface hat mir schon immer sehr gefallen. Sehr durchdacht und kein unnotiger Schnickschnack.  Gerade im EBV-Bereich sind die Dinger ja sehr weit verbreitet, was mich hoffen lässt das viele meiner Probleme da keine sind. Meine ganzen Wunschprogramme gäbe es auch für den Mac und bei den vorhandenen kostenpflichtigen Tools wie Bibble Pro und VueScan habe ich eine Crossplattform-Lizenz, die eine Wechsel auch problemlos ermöglichen würden. Und seit MacOS X liegt ja auch ein Unix als Betriebssystemplattform drunter, was mir den Wechsel durchaus vereinfachen und angenehm gestalten sollte.

Momentan hält mich eigentlich nur der recht hohe Hardwarepreis für die Macs ab, mir so eine Kiste hinzustellen und es einfach mal zu versuchen. Vielleicht wird es ja doch eine Reise ohne Wiederkehr….

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4 thoughts on “Linux, Windows oder doch MacOS X?

  • 11. September 2009 um 11:54
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    Ich versteh dich nur zu Gut. ;)

    Es ist jedes mal ein kleiner Kampf und irgendwie fehlt immer irgendwo etwas kleine und der Summe wird es dann halt doch etwas mühsam.

    Aber ich bleibe Trotzdem bei meinem LINUX, es klappt halt doch irgendwie mit der EBV . :D

    Gruss Mirco

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    • 13. September 2009 um 20:20
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      Ich habe in den letzten Tagen mal Inventur in meinen Programmbeständen gemacht. Alle meine Lieblingsprogramme, die ich unter Linux nutze, gibts auch fürn Mac. Alles was ich gelegentlich noch unter Windows nutze und gern für Linux hätte gibts auch für den Mac! Das einzigste bei mir übrig bleibende Windows-Only-Programm ist die Steuersoftware, also kein neues Problem. Und die kann man auch weiter virtuell betreiben. Ich glaube, das ein Umstieg evtl. leichter wird als ich vermutet habe.

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  • 19. September 2009 um 09:38
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    Hab ein wenig über deinen Text im Tuxtux-Podcast #9 gesprochen. Wie auch immer dein grafischer Weg weitergeht: Viel Erfolg!

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  • Pingback: Viele Dinge - Fotografie, Computer und mehr » Auf dem Weg von Linux zu Windows…

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