DesktopBSD 1.6 freigegeben

Wie Heise berichtet ist DesktopBSD endlich in der schon lange angekündigten Version 1.6 erschienen. Immerhin wurde der erste Releasekandidat schon letztes Jahr im März auf dem Chemnitzer Linuxtag präsentiert. Die Präsentation hat mir damals sehr gefallen. DesktopBSD verfolgt in vielen Bereichen ähnliche Ansätze wie Ubuntu, Einfachheit und Stabilität stehen im Vordergrund. Für jemand, der sich mit *BSD befassen will und ein einfach und komfortabel zu installierendes und konfigurierendes System sucht ist DesktopBSD einen Blick wert (O-Ton eines der Entwickler: “Wenns meine Oma problemlos installieren kann, dann ist es fertig.”). Mehr Infos findet man in den Releasenotes.

Neuer Rechenknecht

Ubuntu-LogoMein neues Notebook ist angekommen. Ich habe mich nach langer Suche für ein Acer Aspire 7720G-302G32MN entschieden, da ich damit auch meinen Desktop ersetzen möchte. Außerdem habe ich bisher mit Acer-Notebooks gute Erfahrungen gemacht, mein Aspire 1692WMLi hat mich die letzten Jahre nie im Stich gelassen. Das gibt es momentan günstig im T-Online-Shop im Bundle mit einem passenden Rucksack von Trust. Für 17 Euro Mehrpreis eine gute Kombination, der Rucksack macht einen brauchbaren Eindruck.

Die technischen Eckdaten des Notebooks:

Intel® Core 2 Duo Prozessor T7300 (4 MB L2 Cache, 2.00 GHz, 800 MHz FSB)
ATI® Mobility Radeon® HD 2600 Grafikkarte mit 512MB RAM
2048MB DDR2 Dual-Channel-RAM
Festplatte 320GB (2x 160GB) S-ATA
17″ WXGA+ Acer CrystalBrite -Display mit 1440 x 900 Pixeln
Als Betriebssystem ist Microsoft® Windows® Vista Home Premium dabei.

Für reichlich 1.100 Euro erhält man also ne ganze Menge geboten.

Der erste Eindruck: Wertig verarbeitet und ordentlich verpackt. Die Inbetriebnahme mit dem vorinstallierten Vista gestaltet sich problemlos und ist in 30 Minuten erledigt.

Folgendes ist mir positiv aufgefallen:

  • DVI-Anschluß vorhanden.
  • 4 USB-Ports (nicht selbstverständlich), und nicht alle an einer Stelle.
  • Mechanischer Lautstärkeregler vorhanden.
  • Der integrierte Brenner von Matsushita scheint wohl auch DVD-RAM zu unterstützen, habe ich aber noch nicht getestet.

Und negativ:

  • USB-Ports nur an der Seite, warum nicht hinten für ne Maus oder div. Sticks? An der Seite stören die recht klobigen Stecker oder Sticks meistens sehr, vor allem wenn sie wie auf der rechten Seite ganz vorn am Gehäuse sind. Da habe ich normalerweise das Mousepad und die rechte Hand.
  • Meiner Meinung nach teilweise unsinnige Verteilung der externen Anschlüsse. Man hat ausser der Netzteilbuchse (hinten) und den Soundbuchsen sowie der IR-Port (vorn) alles auf die Seiten gepresst. Bei einem Notebook welches auch als Desktopersatz gedacht ist wäen manche Anschlüsse wie DVI, VGA, einige USB-Ports, etc. an der Rückseite besser aufgehoben. Man möchte nicht sämtliche Kabel rechts und links vom Notebook liegen haben.
  • Welcher Designer hatte eigentlich die bescheuerte Idee das die Tasten für WLAN und Bluetooth genauso aussehen wie die Anzeigen für Capslock und Numlock und auch noch bunt mit denen gemischt sind?
  • Der Lüfter könnte etwas leiser sein. Allerdings wirkt er nicht störend.
  • Die Platten lassen sich nicht im RAID-Verbund betreiben, wahrscheinlich weil es der Chipsatz nicht unterstützt. IMHO ein echtes Manko, hier hätte man die Performance deutlich verbessern können. Gerade bei einem Notebook was Gamer addressiert irgendwie unverständlich.
  • Kein PCMCIA-Slot mehr, nur noch ExpressCard. Und dafür gibts keine SCSI-Karten. Meinen SCSI-Dia-Scanner werde ich wohl verscherbeln müssen, aber das war schon vor der Anschaffung klar.
  • Offensichtlich automatisch übersetzte Handbücher sind Mist. Sorry, aber das Papier hätte man sich teilweise sparen können.
  • Die Acer-Recovery-Software für das Erzeugen der Images bzw. DVDs mit den Recovery-Daten finde ich grottig, schlecht handelbar und schlecht erklärt. IMHO war das früher besser gelöst. Ich werde wohl doch lieber ein Image mit Acronis oder PartImage ziehen.

Als Nächstes habe ich mich dann daran gemacht Linux zu installieren. Die letzten Jahre war ich mit ArchLinux unterwegs. Allerdings habe ich keine Lust mehr auf aufwändiges Selbstkonfigurieren, ich bin faul geworden. Nachdem ich Ubuntu schon einige Zeit beobachte und dort aufgrund der weiten Verbreitung und der großen Community ein sehr großer und gut gepflegter Softwarepool vorhanden ist habe ich mich dann für die 64Bit-Version von Ubuntu 7.10 entschieden.

Los gings mit dem Booten der entsprechende Ubuntu-Live-DVD. Die läuft problemlos hoch, lediglich das Bild ist etwas unscharf. Die Live-DVD hat keinen passenden Treiber für die ATI-Karte an Bord, also wird der Vesa-Treiber verwendet. 1440×900 ist kein Vesa-Standard, also wird der nächstkleinere Wert verwendet und das Display skaliert das dann. Soweit ok, war nicht anders zu erwarten.

Werksseitig sind die Platten in vier Bereiche aufgeteilt. Auf der ersten Platte liegt die Recovery-Partition (10GB), die Windows-Partition (75GB) und eine leere Partition (75GB), die zweite Platte ist als eine einzige Partition angelegt. Die erste Platte habe ich erst mal gelassen wie sie ist. Die zweite Platte wurde neu aufgeteilt: 20GB für das Root-Dateisystem /, 20GB für /home und 120GB für /daten. Alle Partitionen wurden mit ext3 formatiert. Aus Berichten im Netz wusste ich schon das sich GParted nach dem Ändern der Partitionen bei diesem Modell immer weghängt, also habe ich cfdisk genutzt.

Die eigentliche Installation lief dann soweit problemlos und größtenteils vollautomatisch. Lediglich die NTFS-Partitionen konnte der Installer nicht einhängen, ich habe sie dann erst mal ausgeklammert.

Beim Neustart meldet sich dann grub und bietet die üblichen Auswahlmöglichkeiten an. Die Windows-Partitionen wurden ebenfalls eingebunden. Zu bemerken ist dabei das die erste bootbare Windows-Partition nicht Vista sondern die Recovery-Partition ist. Erst der zweite Eintrag führt zu Vista. Ich empfehle die menu.lst von grub entsprechend anzupassen, so dass man nicht versehentlich das Recovery startet.

Das System bootet, wie schon oben beschrieben, erst mal mit den Vesa-Grafiktreibern. Also habe ich dann erst mal envy installiert und mir den aktuellen ATI-Radeon-Treiber (Version 7.12) installieren lassen. Danach sieht die X-Oberfläche schon besser aus, hat aber immer noch Unschärfen. Eine höhere Auflösung als 1152×864 lässt sich einfach nicht einstellen. Längeres Suchen im Netz hat ergeben das diese Version des ATI-Treibers buggy ist und keine Non-Vesa-Auflösungen bzw. ModeLines unterstützt. Die Version 7.11 bringt zwar die richtige Auflösung, hängt sich dann aber wohl mit anderen Problemen mit dem HD2600-Chip weg. Ich habe mich dann dafür entschieden erst mal mit der Skalierung und den leichten Unschärfen zu leben bis zum nächsten Treiberupdate. Ich will ja schließlich mit der Kiste arbeiten.

WLAN läuft erfreulicherweise out of the Box mit den Intel-Treibern. Allerdings leuchtet unter Linux die entsprechende Aktivitätsanzeige des WLAN-Buttons nicht. Und wenn man das WLAN via Button deaktiviert hat bekommt man es nur vie Restart wieder aktiviert. Das stört erst mal nicht, kann man später nochmal angehen.

Erfreulicherweise werden Aktionen wie Lautstärkeverstellung am mechanischen Regler oder Helligkeitsveränderungen des Displays via Tastenkombination im Display mit entsprechenden Dialogen angezeigt. Hätte ich nicht gedacht.

Auch die Powersave-Funktionen (dynamische Prozessortaktung, Standby, Sleep-Mode, Energieverwaltung) funktioneren problemlos auf Anhieb.

Der Sound macht momentan noch Problem, was wohl an den veralteten Alsa-Treibern in Ubuntu 7.10 liegt. Da wird version 1.0.14 augeliefert, aber 1.0.15 wird für den Intel-Soundchip benötigt. Helfen soll das hier, habe ich aber noch nicht durchgeführt.

Im Großen und Ganzen läuft also fast alles wie gewünscht. Mal sehen was die nächsten Tage so bringen. Jetzt werden erst mal alle Datenbestände übernommen und dabei gleich mal gesichtet und ausgemistet.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Einen umfangreichen User-Testbericht, der mir sehr geholfen ha, findet man hier.

Serverumzug und Webseiten-Umstellung

Wordpress-LogoSo, nun ist es vollbracht. Zumindest weitestgehend. Mittlerweile war mein alter Webspace ziemlich voll gelaufen. Also bin ich auf die Suche nach einem neuen, preisgünstigen Webhoster gegangen und schließlich bei hostprice.de gelandet. Da läuft jetzt die Seite.

Das alles wäre nicht sonderlich erwähnenswert. Allerdings wollte ich es nicht bei einem reinen Umzug der Seite belassen. Aufgrund des hohen Pflegeaufwandes meiner statische Seiten, auch bei den anderen Webprojekten, hatte ich schon lange keine so rechte Lust mehr den Kram zu pflegen. Es musste eine andere Lösung her. Im letzten Frühjahr hatte ich mir schon mehrere CMS-Systeme angesehen und mich schließlich tiefer mit Joomla befasst. Ein wirklich leistungsfähiges Tool, aber irgendwie doch nicht ganz das was ich suchte. Im Herbst bin ich dann über WordPress gestolpert. Eigentlich hatte ich Blogging-Tools bisher immer aussen vor gelassen, weil ich dachte die wären nichts für mich bzw. meine Anforderungen. Eine tiefergehende Betrachtung hat das genaue Gegenteil ergeben. Mitsamt der Vielzahl an verfügbaren Plugins ist WordPress eigentlich genau das was ich gerne hätte. Und bei Bedarf sollten meine PHP-Kenntnisse ausreichen zum Erstellen kleinerer Plugins.

So, die Seite ist also auf WordPress umgestellt. Soweit noch nicht erfolgt wird der restliche alte Content in den nächsten Tagen hier entsprechend integriert. Am Design wird sich wohl auch noch ein wenig was verändern. Und neuen Content gibts jetzt auch wieder öfters….

Na? Endlich hier her gefunden?

So, hier ist sie nun, meine Hompage. Damit ich auch endlich eine habe und nicht immer peinlich mit den Schultern zucken muss wenn ich danach gefragt werde. Wie konnte ich bisher nur ohne auskommen … ;-)

Die Themen der Seite stehen rechts. Anklicken kannst Du ja wohl selber, sonst wärst Du ja nich bis hierher gekommen.

Ach ja, diese Homepage wird wohl eine ewige Baustelle sein. Erstens weil meine Zeit viel zu knapp ist um immer alles aktuell zu halten und zweitens weil mir auch immer neue Ideen kommen, die man ja auch noch umsetzen könnte. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also durchaus.

Änderungsvorschläge, Tipps und Kritik sind jederzeit willkommen. Einfach auf eMail klicken und mir schreiben.

Inno-Setup-Tool “SetupFiles” von Michael Bayer

Wer eine Alternative zum mit Visual Basic mitgelieferten Paket- und Weitergabeassistenten (PWA) sucht, findet sie mit dem frei erhältlichen “Inno-Setup” von Jordan Russel.

Inno-Setup ist aber nicht speziell für Visual Basic konzipiert und so offenbart sich eine für “normale” VB-Entwickler – wie ich einer bin ;-) – unüberwindbare Schwäche: es ermittelt die von einer Applikation benötigten Dateien nicht, sondern der Entwickler muß selbst herausfinden, welche Dateien für die Applikation benötigt werden.

Um es gleich zu sagen: das Tool “SetupFiles” macht das auch nicht und ist auch gar nicht dafür gedacht.

Vielmehr schlägt dieses Programm eine Brücke zwischen dem PWA und Inno-Setup. Der PWA ermittelt meiner Meinung nach sehr zuverlässig die von einer Applikation benötigten Dateien. Mit Ausnahme der zu einem Programm gehörenden Hilfedateien bzw. Datenbanken mußte ich im PWA so gut wie nie manuell eine Datei hinzufügen. SetupFiles extrahiert die benötigten Dateien und konvertiert sie für Inno-Setup.

Funktionen von SetupFiles:

  • Auslesen der vom PWA erstellten Datei “Setup.LST”
  • Durchsuchen beliebiger Laufwerke nach den in Setup.LST aufgeführten Dateien
  • Kopieren der benötigten Dateien in ein beliebiges Zielverzeichnis
  • manuelles Festlegen der Dateien, die einen Neustart des Rechners benötigen
  • Konvertieren der PWA-Syntax in die Inno-Setup-Syntax
  • Automatisches oder manuelles Übernehmen der benötigten Dateinamen in die [Files] eines beliebigen Inno-Setup-Script
  • Speichern der Einstellungen pro Projekt

Was Setup-Files nicht macht:
<

  • Ersatz des PWA (Erstellen der Datei Setup.LST)
  • Erstellen eines Inno-Setup-Scriptes

Einschränkungen: Für SetupFiles sollte eine Auflösung von mindestens 1024 * 768 eingestellt werden. Da ich immer mit dieser Auflösung arbeite und ich SetupFiles anfangs nur für mich selbst geschrieben habe, habe ich nicht darauf geachtet, daß es auch mit niedrigeren Auflösungen sauber angezeigt wird ;-)

Außerdem sollte es nicht auf Rechnern installiert werden, auf denen die VARIAL-Finanzbuchhaltung läuft. Beide Programme verwenden Controls von ComponentOne, was dazu führt, daß VARIAL nach der Installation von SetupFiles nicht mehr läuft (ich habe allerdings festgestellt, daß das Deinstallieren von SetupFiles wieder zum ordnungsgemäßen Funktionieren von VARIAL führt).

SetupFiles ist kostenlos und kann als Kompilat ohne jede Einschränkung weitergegeben werden.

Rückmeldungen bezgl. Fehlern, Vorschlägen und Komplimenten (vor allem diesen ;-) ) bin ich natürlich jederzeit aufgeschlossen. Bitte an folgende EMail-Adresse schicken: edv-service.lichtenstein@gmx.net oder bayer.michael@gmx.net.

Michael Bayer, 01.05.2002.

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