Ubuntu-LogoSo, nachdem Maverick Meerkat (Ubuntu 10.10) bereits eine Weile verfügbar ist und auch für Lucid Lynx (Ubuntu 10.04) bereits das erste Servicerelease (10.04.1) erschienen ist wurde es langsam Zeit mal über ein Update meines angestaubten Karmic Koala (Ubuntu 9.10) nachzudenken. Zumal in letzter Zeit öfters mal das Problem bestand, das ich ein bestimmtes Paket wegen zu alter Abhängigkeiten nicht einspielen konnte. Am heutigen Sonntag bot sich das zeitmäßig relativ gut an, also habe ich die erst die Kiste und dann das Update heute vormittag angeworfen.

Das Update selbst lief wie zu erwarten problemlos durch. Lediglich warum man da zwischendrin den unvermeidlichen Neustart einiger Dienste noch manuell bestätigen muss erschließt sich mir einfach nicht.

Direkt nach dem Neustart gingen dann die Probleme auch schon los. Nachdem ich mich vor ca. 2 Jahren wegen der laufend auftretenden Probleme, vor allem bei Updates, von den ATI-eigenen Catalyst-Treibern getrennt und fortan sehr erfolgreich und zu meiner vollsten Zufriedenheit den radeonhd-Opensource-Treiber eingesetzt hatte war ich doch sehr überrascht das genau der heute den meisten Ärger gemacht hat. So 100%ig ist das Thema immer noch nicht geklärt. Sobald ich beim Booten einen zweiten, externen Monitor am Notebook angeschlossen habe spielt der X-Server erst mal verrückt und macht wilde Sachen mit der Bildschirmdarstellung. Mit diversen Eingriffen bekommt man dann zwar alles sauber zum Laufen, zufriedenstellend ist der Zustand aber noch nicht.

Ansonsten ist mir folgendes aufgefallen:

  • Die WLAN-Einstellungen incl. der Security-Keys blieben diesmal erfreulicherweise beim Update erhalten.
  • gdm (bzw. gdm2) wird langsam wieder benutztbar. Das Konfigurationstool gdm2setup ist aber immer noch eine Zumutung.
  • Nach dem Update war das Lautstärke-Regler-Applet verschwunden. Das gehört jetzt zum Benachrichtigungsanzeigen-Applet (Indicator-Applet) und muss entsprechend neu installiert werden. Soweit nicht schlimm. Nervig ist jedoch, das im Benachrichtigungsanzeigen-Applet auch ein Indikator für eMail/Twitter/Chat/etc. enthalten ist, welches sich weder ausblenden noch frei konfigurieren lässt. Man ist dabei primär auf die entsprechenden Gnome-Default-Anwendungen fest gelegt,  welche ich aber nicht nutze und mir das Ding damit nichts nützt. Sehr geistlos gelöst, das Ganze.
  • Mein UMTS-Stick, welcher unter Ubuntu 9.10 problemlos “out of the box” funktionierte, wird zwar erkannt, es lässt sich jedoch keine Verbindung herstellen.
  • Der VmWare-Server muss noch gepatcht werden, damit er ich unter dem aktuellen 2.6er Kernel einrichten lässt. Hatte ich allerdings auch nicht anders erwartet.
  • Die neuen Mauszeiger-Designs lassen irgendwie Erinnerungen an alte Windows95-Zeiten aufkommen. Damals war sowas modern. Ok, kann man schnell wieder abstellen.
  • Flash lief erst mal nicht, weder in Firefox noch in Chromium. Nach einigen Deinstallation- und Installationdurchläufen diverser Flash-Pakete läuft es nun wieder. Das paket libswfdec-0.8-0 musste scheinbar nochmal neu installiert werden.
  • Beim Herunterfahren hängt sich die ganze Kiste reproduzierbar nach dem X-Logout weg. Extrem nervig.

Ansonsten sind mir bisher nur einige Verschlimmbesserungen in Gnome aufgefallen, die aber soweit vorher bekannt waren.

Nachtrag 1: Es scheint diverse Leidensgenossen zu geben, und die haben auch manches Problem schon gelöst. Hier findet sich ein Hinweis, wie man den UMTS-Stick wieder zum laufen bekommt:

  • USB-Stick einstecken
  • mit lsusb die ID abfragen (hier 12d1:1003  für einen Huawei E220 Stick)
  • eine Zeile mit diese ID in der Datei /lib/udev/rules.d/61-option-modem-modeswitch.rules eintragen
  • falls die Zeile schon vorhanden war, dann auskommentieren

Nachtrag 2: Die Probleme beim X-Start und Logout sind offensichtlich weg, seitdem ich die Kernel-Parameter in grub entsprechend diesem Hinweis geändert habe: GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=”lapic nolapic_timer”. Dabei ist zu beachten, das dies für grub2 gilt, den ich dann bei der Gelegenheit auch gleich noch mit aktualisiert habe.

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