Wordpress-LogoDas ist eine Frage, die mich schon längere Zeit beschäftigt. In den letzten Tagen habe ich zwei Blogs, die ich technisch betreue, endlich mal von 2.3.3 auf die aktuelle WordPress-Version 2.6.2 gehoben. Dabei ist mir das Thema wieder mal verstärkt durch den Kopf gegangen.

WordPress ist ein an sich eine tolle Software zum Bloggen. Was mich daran stört ist der teilweise erhebliche Betreuungsaufwand, der für die Pflege eines Blogs welches über ein 08/15-Installation hinausgeht, anfällt. Dabei geht es mir weniger um die Erstinstallation sondern um die Pflege im laufenden Betrieb. Dabei stören mich folgende Punkte:

  • Kurze Updatezyklen. Alle drei, vier Monate ein Major-Release ist schon heftig, vor allem wenn dabei auch jedesmal gravierende Änderungen vorgenommen werden.
  • Häufige Security-Updates. Bugs können immer mal auftreten, keine Frage. Aber wenn man relativ häufig Updates von Hand einspielen muss, dann ist das eben immer wieder unschöner Aufwand.
  • Relativ kurze Unterstützung alter Major-Releases. Neben dem aktuellen Major-Release werden maximal noch für das vorhergehende Release Security-Fixes angeboten. Der Zwang relativ zeitnah auf neue Versionen zu wechseln, wenn man sich nicht Sicherheitsproblemen ausgesetzt sehen will, ist also da.
  • Jedes Major-Release bringt momentan relativ große Veränderungen an der WordPress-Basis mit sich. Man muss sich also relativ häufig auf neue Gegebenheiten einstellen.
  • Viele Funktionen lassen sich nur durch zusätzliche Plugins realisieren, die wiederum ebenfalls Updates und Fixes bereitstellen, die installiert werden wollen. Die Releasezyklen sind dabei asynchron zu den WordPress-eigenen Releases.

Die oben genannten Punkte führen im Zusammenhang dazu das man quasi ständig irgendwo Updates einspielen darf. Mit WordPress 2.5 hat sich der Aufwand etwas reduziert, da man jetzt Plugins quasi mit einem Click online updaten kann. Allerdings bleibt da wiederum die Frage offen wie sicher dies ist. Das zentrale Plugin-Repository unterliegt kaum Security-Einschränkungen. Quasi jeder kann dort Plugins bereitstellen lassen. Deren Qualität wird allerdings nicht geprüft. Ein gutes Gefühl hinterlässt das nicht unbedingt bei mir.

Alle genannten Punkte lassen mich wieder mal darüber nachdenken auf eine andere Blog-Software zu wechseln. Nur wohin?

Momentan konnte ich keine Lösung finden, die mich wirklich überzeugt hätte und einen Großteil der oben genannten Probleme nicht hat. Also werde ich wohl erst mal bei WordPress bleiben und noch ein wenig abwarten. Version 2.7 steht ja quasi schon in den Startlöchern. Mal sehen wohin die Fahrt danach geht und ob dabei zumindest in Bezug auf die großen Änderungen etwas Ruhe einkehrt. Ein wenig mehr Kontinuität, weniger gravierende Änderungen und dafür Feinschliff an den kleinen Ecken und Kanten würde WordPress sicher gut tun. Das mit jedem Release auch Funktionen in den WordPress-Kern aufgenommen werden, die vorher über ein zusätzliches Plugin eingebunden werden mussten, reduziert den Verwaltunsg- und Pflege-Aufwand. Und es zeigt das man zumindest hierbei auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Wobei auch bei WordPress 2.7 offensichtlich wieder einiges an Nacharbeiten auf uns zukommt…

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4 Antworten zu “Bei WordPress bleiben oder wechseln?”
  1. cywhale sagt:

    Wo genau kommt da einiges an Arbeit abgesehen vom Update dazu? In dem verlinkten Artikel geht es ausschliesslich um die Implementierung der neuen Threaded Comments Funktion in ein Theme. Wer das nicht braucht muss auch nichts ändern.
    Auch ich bin eigentlich nicht für die Implementation diverser neuer Features in WordPress – lieber schlank und schnell – allerdings liegt das eben nicht in unserer Hand, ich glaube nicht dass die Entwickler gegen den Willen der Benutzer implementieren. Wenn allerdings die Abwehrhaltung grösser werden sollte könnten sie vielleicht doch in ein paar Versionen nachdenklich werden…
    Was die Bugfix/Sicherheitsreleases angeht bin ich doch sehr froh dass es diese gibt. Jedes Projekt kann Bugs und Sicherheitslücken haben, wenn diese nicht behoben werden würden hätten wir alle ein grösseres Problem.

  2. Hi,

    falls du SSH-Zugriff auf deinen Webspace haben solltest und dir Subversion zur Verfügugn steht, hilft zumindest für die WordPress-Installation vielleicht WordPress per Subversion. Leider bleibt der Aufwand die Plugins per Hand aktuell zu halten weiterhin.

    Gruß,
    ar

  3. Claudia sagt:

    Als man WP noch manuell updaten muste kamen mir diese Fragen auch sehr häufig aber seit sie das standardisiert haben finde ich es geht. Nun fehlt mir nur noch eine automatisierte Datenbanksicherung und ein Autoupdate was sich selbst einspielt.

  4.  
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